Mitbestimmen lernen

Jugendkongress Wetzlar-Hüttenberg: im Bild oben von links Bürgermeister Heller, Vorsitzende Esra Akdeniz, Mentorin Katrin Deller

Hier ein kurzer Bericht des Jugendparlamentes über die gemeinsame Schulung im Freizeitheim Rodenroth. Unterstützt durch Danielle Martin von der Stadt Wetzlar und Volker Schaub von der Hüttenberger Jugendarbeit konnten mehrere intensive Arbeitseinheiten durchgeführt werden. Die 18 Mitglieder der beiden Jugendvertretungen hatten sich das Programm und die Tagesordnungspunkte völlig selbstbestimmt ausgesucht. „ Ich finde es wichtig, wie es da ist, wo man lebt!“ so eine Meinung unter vielen, als es an das Erstellen einer Themenliste ging. Die Arbeitsschwerpunkte wurden recht zügig gefunden: Verkehr und Spielflächen, Soziales wie z.B. Flüchtlingsproblematik und Mobbing und als dritten Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Rhetorik. Bürgermeister Christof Heller und Johannes Weil, die als Besucher für einige Zeit mit dabei waren,  beeindruckte, welche Themen die Jugendlichen beschäftigen. „ Wie bei den Großen!“ kommentierte der Bürgermeister den wechselseitigen Austausch von Argumenten während einer Jugendparlamentsdebatte. Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Schwingbachschule erhielten die Jugendlichen auch noch Unterstützung durch die Lehrkraft Katrin Deller. Sie koordiniert ehrenamtlich die Arbeit des Parlamentes in der Schule. Hier einige Beschlüsse des kleinen Jugendkongresses unter Vorsitz der Hüttenbergerin Esra Akdeniz:

Aktivitäten und Beschlüsse der Jugendforen sollen in Zukunft verstärkt veröffentlicht werden. Eine Präsentation für die Mitschüler wurde gemeinsam erstellt.
Im neuen Jahr soll ein Flyer erstellt werden, in dem möglichst alle Angebote für Jugendliche in Hüttenberg aufgeführt sind.
Es soll in Zukunft eine Mädchengruppe geben.

Anträge an das Parlament werden in Zukunft ansprechender aufbereitet und inhaltlich aufgewertet, indem sachdienliche Informationen vor der Debatte zusammen getragen werden.
Die Jungparlamentarier wollen die anstehenden Themen in Arbeitsgruppen vorbesprechen, bevor sie in das Parlament kommen. Die Arbeit soll somit intensiver und effektiver werden.

Mit Jugendlichen aus anderen Orten im südlichen Landkreis soll in Zukunft gerne wieder zusammengearbeitet werden, wenn es inhaltliche Überschneidungen gibt.

Es wurde ein Arbeitstreffen mit den Erwachsenenparlamentariern ausgemacht. Dabei soll es um die weitere Gestaltung von Spielplätzen in Hüttenberg gehen. Für alle war es wichtig, dass unabhängig von Stadt oder Land, Basketball- oder Streetball-Spielgelegenheiten für alle Kinder in einem erreichbaren Umfeld vorhanden sind. Man war sich jedoch auch einig, dass man das nicht nur mit einer Planung am grünen Tisch umsetzen kann, sondern die betreffenden Kinder vorher befragt werden sollten.
Dieses Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ gefördert. Die Stadt Wetzlar und der Lahn-Dill-Kreis haben für solche Projekte einen gemeinsamen Förderstützpunkt in der Region eingerichtet. Gerne sind alle Jugendlichen herzlich eingeladen sich an die Stadt Wetzlar, den Landkreis oder in Hüttenberg zu melden, wenn sie irgendwo mitreden oder mitbestimmen wollen.

 

 

Aufruf des Jugendparlamentes an Vereine und Gruppen!

Das Jugendparlament hat beschlossen, dass es einen Flyer geben soll, auf dem alle Angebote für Kinder/Jugendliche ab 10 Jahren aufwärts aufgelistet sind. Dabei soll Name des Angebotes, Alter der gewünschten Teilnehmer/-innen und Kontakttelefonnummer oder –email (der Gruppen-/Angebotsleitung) aufgelistet erscheinen.

Der Hintergrund des Beschlusses: es fällt Kindern schwer, herauszufinden, wie reichhaltig die kulturelle Landschaft in Hüttenberg ist. Versuche in der Vergangenheit, eine Internetseite nur zu diesem Zweck einzurichten, scheiterten, weil die Pflege einer solchen Informationsquelle sehr zeitintensiv ist. Das Angebot, Kinder- und Jugendangebote auf der Seite Hüttenberg.de aktuell zu halten, wurde aus Sicht der Jugendlichen in der Vergangenheit seitens der Veranstalter nicht so wahrgenommen, dass die Informationen bis zu den Jugendlichen durchgedrungen sind. Die Schwingbachschule hat hausintern ein hervorragendes Informationssystem installiert. Dieses wird intensiv genutzt und die Jugendlichen haben sich an diese Form des zügigen Informationsflusses gewöhnt. Für Angebote außerhalb der Schule, denen es an Teilnehmern mangelt oder die Werbung für sich machen wollen, sich jugendgemäß darstellen wollen, bedeutet das: kurz, knappe und aktuelle Kommunikation! Daher bitten die Jugendparlamentarier alle kulturell Aktiven, für den ersten Flyer, (Papier und online unter www.hüttenberg.de) die drei Daten (s.o.) ihres Angebotes an jugend@huettenberg.de zu senden. Einsendeschluss: die 4. KW 2016.

Spätere Informationen werden dann vierteljährlich aktualisiert präsentiert.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen! Ezra Akdeniz, Vorsitzende des Jugendparlamentes