"Kombibibliothek" – Mediathek von Schule und Gemeinde in trockenen Tüchern

Sie ist zwar noch nicht ganz fertig, und ob sie nun MediOthek oder MediAthek heißen wird, wurde auch nicht klar. Aber alle Anwesenden waren bester Laune, als Vertreter des Schulträgers (LDK), der Gemeinde Hüttenberg und der Gesamtschule Schwingbach am Mittag des 16. Dezember ihre Unterschriften unter die Kooperationsvereinbarung setzten und die künftige Funktion der "Kombibibi" als Medienangebot für Schule und Gemeinde besiegelten.

In großer Runde traf man sich in den noch sehr neu riechenden Räumlichkeiten gleich neben der unteren Pausenhalle und der Mensa der Schwingbachschule: Bürgermeister Christof Heller, Hauptamtsleiter Markus Stein, Erster Beigeordneter Reinhold Wiener und Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Heinz Schreiber vertraten die Politik, Ines Gräfe das Staatliche Schulamt, die Leiterin der Schulabteilung, Simone Vetter, und Kerstin Leis den Medienverbund IMeNS. Angela Kozian erschien für den Förderverein der Schule, Stefan Finke und Martin Steinruck für den Personalrat. Schulsprecherin Selina Reis und SV-Mitglied Sophia Breuer repräsentierten die SV. Mit Monika Hundertmark, Elke Schäfer und Simone Steinbach schließlich war die zur Zeit komplette Schulleitung anwesend. Quasi als Gastgeber zwischen Büchern und anderen Medien des Wissens fungierten Brigitte Schwarz und als lange bewährte Bibihelferin Jasmin Kinzenbach.

Heinz Schreiber und Christof Heller hoben in durchaus unterhaltsamen Beiträgen die auch vom Schulamt begrüßte Entwicklung zur Zusammenarbeit zwischen Schulen und Gemeinden hervor – die Schwingbach-Kombibibi werde die fünfte im Lahn-Dill-Kreis sein. Man hoffe auf "Synergieeffekte zwischen Kreis und Gemeinde". Mehr als 4500 Medien wird die Schule beitragen, hinzu kommen die Bestände der Gemeindebücherei. Mehr Menschen als bisher werden laut Schreiber an dem Infonetz der kombinierten Bibliothek teilnehmen. Fünf Stunden für die Mediatheksarbeit werde die Gemeinde Hüttenberg beisteuern, der Großteil werde durch die Schule sowie über Ehrenamtliche abgedeckt. Die 229 m2 bedeuteten eine "Erweiterung des Freizeitangebots" als auch ein Angebot "im Sinne lebenslangen Lernens". Bürgermeister C. Heller sah in dem neuen Angebot einen weiteren Schritt – nach dem bewährten Jugendparlament – in der Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinde, I. Gräfe vom Schulamt lobte ausdrücklich das Engagement der Schule. S. Vetter (IMeNS) unterstrich, dass mit der Zusammenlegung auch der Zugang auf über 70000 elektronische Medien im Rahmen der sogenannten "Onleihe" verbunden ist.

Nach den Unterschriften und der Besiegelung des Vertrags sollen die Bestände gesichtet, Fördermittel beantragt werden. Zum neuen Schuljahr soll die Kombibibi komplett fertig sein. Sobald die neue Schulaula fertiggestellt ist, soll es auch einen Zugang direkt von außen geben. Die Eröffnung wird dann mit einer großen Einweihung angemessen gefeiert werden.