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Studienfahrt BERLIN 10. Klasse 2018 - ein Erfahrungsbericht von Luisa Catrufo (10e)

        

Meine Erwartungen zu Berlin:

Zugegeben, auf diese Klassenfahrt nach Berlin hatte ich kaum bis gar keine Lust. Man kennt das ja: nicht jeder in der Schule ist einem unbedingt sympathisch und bei den meisten ist man froh, dass man sie eben nicht noch privat ertragen muss. So war dann mein erster Gedanke zur anstehenden gemeinsamen Klassenfahrt erst mal „Nein, danke“. Und als wir dann den Wochenplan ausgeteilt bekamen, fand mein Pessimismus kein Ende mehr. Der Plan war durchzogen von Museen, Führungen und Vorträgen. Mir kam das so trocken vor, dass mir schon beim Lesen langweilig wurde. Wer hätte gedacht, dass ich nun hier sitze um diesen Bericht zu schreiben?

 

Am Morgen des Montags, des 19.02.2018, saß ich mit rund 80 anderen Schülern des 10. Jahrgangs im Reisebus in Richtung Berlin. Um 15 Uhr, eine Stunde früher als gedacht, machten wir Halt am Hotel Aletto, welches uns die nächsten Tage einen Schlafplatz und Verpflegung bieten sollte. Das Hotel war auch sehr schön zentral in Berlin, gerade mal zwei Minuten von der nächsten U-Bahn-Station am Bahnhof Zoo entfernt.

Nachdem wir die Zimmer bezogen, das Hotel und die Umgebung erkundet hatten und nun jeder jeden in seinem Zimmer besucht hatte (man will ja schließlich nicht um zwei Uhr nachts versehentlich an das Zimmer vom Dörr klopfen, wenn man eigentlich zu seinem Kumpel Melih will), ging es auch schon direkt mit dem ersten und man könnte fast meinen wesentlichsten Programmpunkt los: dem Brandenburger Tor.

Direkt am ersten Abend wurde mir bewusst, wie sehr diese Stadt mich faszinierte und bewegte. Ich war fast zu stolz um es zuzugeben, aber Berlin hatte meine negative Erwartungshaltung und meine schwarze Sichtweise zur Studienfahrt innerhalb von drei Bahnstationen und 10 Minuten Fußweg zunichte gemacht. Als wir dann um ca. 19.30 Uhr zusammen vor dem hellerleuchteten Brandenburger Tor standen, war doch jedem von uns die freudige Aufregung anzusehen und der Tourist in uns machte sich bemerkbar. Tausende Handy-Fotos mit Berlins Wahrzeichen im Hintergrund sind entstanden, eins schöner als das andere könnte man sagen. Als ich abends im Hotelbett lag, spürte ich schon die Vorfreude auf den nächsten Tag, den nächsten Teil, den ich von Berlin zu sehen bekommen würde. Was hatte diese riesige Stadt mit ihren 3,5 Millionen Einwohnern wohl noch zu bieten?

 

Dienstagmorgens nach dem Frühstück fuhren wir mit der Bahn zum Hauptbahnhof und liefen von da aus zum Holocaustdenkmal. Es handelt sich dabei um eine Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust, welche mitten in Berlin steht und auf den ersten Blick aussieht wie ein Labyrinth aus grauen Betonklötzen. Wenn man dieses „Labyrinth“ betritt, so wie wir es getan haben, dann kommt es einem so vor, als würden die tristen Betonklötze links und rechts immer größer und bedrohlicher werden. Der Boden ist buchstäblich wellig und es dauert eine ganze Weile bis man einmal durch das komplette Denkmal gelaufen ist, so groß kann man es sich vorstellen. Der Bau soll dem Betrachter das Gefühl von Angst, Unsicherheit und Ausweglosigkeit vermitteln- und genau das tut es auch.

Nach einer längeren Freizeit, in welcher wir uns Berlin selbstständig anschauen konnten, saßen wir, nach einem Essen im Bundestag, im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes und lauschten mehr oder weniger (eher weniger) andächtig und interessiert, dem Vortrag über Architektur und Historie des Bundestages. Um die Wahrheit zu sagen, habe ich den Vortrag nicht mehr so ganz im Kopf, muss aber sagen, dass die Stühle im Saal eine echt tolle Farbe haben! Jedenfalls hatten wir danach eine Fragerunde mit einem Mitglied des Bundestages, Frau Dagmar Schmidt, in der es unter anderem um die Legalisierung von Canabis, die große Koalition und um das Adoptionsrecht für Homosexuelle ging. Die Diskussion war wirklich spannend und es hat mich beeindruckt, dass es so viele Politik-interessierte Schüler in unserem Jahrgang gibt.

Zuletzt, quasi als Highlight des Tages, besichtigten wir die Glaskugel des Reichstagsgebäudes und bekamen dabei einen eindrucksvollen Ausblick über das nächtliche Berlin.

 

Mittwochmorgen- unser erster Programmpunkt waren zwei Stadtführungen mit geschichtlichem Schwerpunkt. Man konnte sich hierbei zwischen einer Führung zum Thema „Mauerbau“ und einer zum Thema „Drittes Reich“ entscheiden. Ich hatte mich für die zum Dritten Reich entschieden, kann also nicht für die andere Führung sprechen. Unserer Führerin konnte man gut zuhören und wir haben viele Orte besichtigt, die Berlins oder die allgemeine, deutsche Geschichte innehaben. Geschichte zum Anfassen könnte man sagen! Viel Neues haben wir dabei aber nicht erfahren, da wir die meisten Informationen, dank des Geschichtsunterrichtes, schon im Kopf hatten. So konnte es dann dem einen oder anderen Jugendlichen passieren, dass er gedanklich abschweifte.

Es war aber nicht nur historisch, wir hatten auch die Gelegenheit die Berlinale, die internationalen Filmfestspiele, zu besuchen, die während unseres Aufenthaltes in der Hauptstadt tagte.

Nach den Stadtführungen hatten wir eine kurze Freizeit und machten uns dann eigenständig auf den Weg zur Gedenkstätte Hohenschönhausen, welche einige von uns mehr oder weniger gut fanden. Ich muss wirklich sagen, dass Hohenschönhausen, die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit der DDR, einer der Höhepunkte der Klassenfahrt war. Ein junger, sehr begeisterter Historiker und Student führte uns durch die komplette Anlage. Er zeigte uns die Zellen über und unter der Erde und erklärte uns lebhaft Folter- und Verhörmethoden der Stasi. Am Ende der Führung war sich unsere Gruppe einig, dass es extrem spannend gewesen war.

Als letzter Programmpunkt des Tages war der Berliner Fernsehturm vorgesehen. Noch so ein Hightlight und im Endeffekt fast das Coolste, was wir in Berlin sehen und erleben durften. Und so standen wir um ca. 20.00 Uhr im Fahrstuhl des Turms und brauchten gerade mal 35 Sekunden bis ganz nach oben. Oben angekommen kamen wir Dorfkinder aus dem Staunen natürlich nicht mehr heraus. Und auch wenn man von dort aus verdammt weit schauen konnte, suchte man Berlins Grenzen vergeblich. Es wurde uns wieder schlagartig bewusst, welche große Fläche Berlin einnimmt.

Ich empfehle übrigens jedem, der Berlin einmal besucht, sich die Aussicht von dort oben zu geben. Es lohnt sich wirklich!

 

Donnerstag, unser letzter vollständiger Tag in Berlin, startete mit einer Schifffahrt über die Spree. Wir erhielten Infos über die einzelnen Sehenswürdigkeiten, an denen wir rechts und links vorbeifuhren. Unsere Aufmerksamkeit galt vermutlich doch eher etwas anderem. Für den Morgen, wenn nicht jeder so wirklich geistig anwesend ist, war es allerdings perfekt.

Wieder hatten wir Zeit uns frei zu bewegen, bevor wir das Spionagemuseum besichtigten. Zunächst hatte ich gedacht, dass dieser Punkt auf unserem Plan ausnahmsweise nichts mit Geschichte zu tun hätte, aber ich hatte mich geirrt. Sowohl die Nazis, als auch die Stasi, hatten eine Menge Spionagemethoden entwickelt, über die wir hier eine Menge herausfanden. Das Coolste am Museum war eigentlich der Raum mit den Laserstrahlen, in dem jeder von uns sich wie James Bond persönlich fühlen konnte.

Am Ende des Abends hatten wir ein sehr interaktives Programm. Die meisten hatten sich schon im Voraus dazu entschieden, das Spiel der „Füchse Berlin“ anzusehen. Die anderen von uns entschieden sich größtenteils dazu, Berlin noch einmal auf eigene Faust zu erkunden. Meine Freundinnen und ich statteten dem Kurfürstendamm noch einmal einen Besuch ab.

 

Freitagvormittag verabschiedeten wir uns von Berlin und traten die Heimreise an.

 

Mein Fazit

Wie gesagt hatte ich anfangs eher Zweifel, aber diese waren wirklich unbegründet wie ich jetzt sagen kann. Ich bin mega zufrieden damit, wie die Studienfahrt abgelaufen ist und von meinen Freunden und Klassenkameraden habe ich auch nichts anderes gehört. Ich finde, eine Studienfahrt nach Berlin im 10. Schuljahr durchaus sinnvoll und vielleicht sogar wichtig. Klassenfahrten generell verbessern ja schon mal den Klassenzusammenhalt und sorgen für ein angenehmeres und vertrauteres Miteinander. Auch stellt man damit sicher, dass die Schüler den Stoff in Geschichte in und auswendig können und sich der Vergangenheit unseres Landes lebhaft bewusst werden.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich es für sinnvoll halten würde, wenn diese Chance nächstes Jahr allen Schülern gegeben wäre und nicht nur drei Klassen.

von Luisa Catrufo (10e)

Geglückte Klassenfahrt nach Prag

Vom 19. -23.06.2017 waren die Klassen 9e, f und g unserer Schule in dem schönen Prag auf Klassenfahrt.

 

Los ging es Montagmorgen um 8:00 Uhr an den Tennisplätzen in Hüttenberg-Rechtenbach. Wir kamen gegen Nachmittag in Prag an und richteten uns in unserem angenehmen Hotel ein. Danach am Abend gab es leckeres Abendessen und wir besprachen die kommenden Tage.

 

Am nächsten Tag starteten wir damit, dass unsere beiden netten Guides uns durch die Prager Innenstadt geführt haben. Die Führung war auf deutsch und interessant. Sie zeigten uns unter anderem den Altstädter Ring, die Rathaus Uhr und die allseits bekannte Karlsbrücke. Währenddessen tauschten wir unsere Euros in Tschechische Kronen um. Darauf besuchte eine Gruppe das Wachsfigurenmuseum und die andere Gruppe die Brauerei und Restaurant U Flek?. Nachdem die Führungen der Gruppen beendet waren, hatten wir die restliche Zeit zur freien Verfügung.

 

Die Prager Burg empfing uns am Mittwochmorgen in voller Pracht. Dort gingen wir zunächst in den Veitsdom, der uns mit seiner Architektur überzeugte. Danach schlenderten wir durch den Wallensteingarten, sahen uns die bunt bemalte John Lennon Mauer an und machten dann eine ausgiebige Mittagspause. Der Höhepunkt des Tages war die Schifffahrt auf der Moldau mit Abendbuffet. Es wurde sich auf dem Oberdeck des Schiffes unterhalten, gelacht und vor allem die wunderschöne Landschaft Prags betrachtet. Den Abend ließen wir in der zu diesem Zeitpunkt beleuchteten Innenstadt ausklingen und kamen in der Nacht im Hotel an.

 

Der letzte Tag begann mit dem Besuch einer Tropfsteinhöhle. Alle waren überaus dankbar, bei dieser, an diesem Tag herrschenden, Hitze die kühle Tropfsteinhöhle zu besichtigen. Die Führung war sehr informativ, interessant und kurzweilig. Im Anschluss aßen wir in einem empfehlenswerten Restaurant gemeinsam zu Mittag. Auf dem Rückweg fuhren wir durch eine Naturlandschaft. Wir waren froh, aus dem Bus am Zoo auszusteigen, da es in unserem Bus an vielen Stellen wärmer als draußen war. Das kam daher, dass aus der Klimaanlage aufgrund einer Überlastung warme Luft kam. Die Leute, die nicht in den Prager Zoo wollten, fuhren mit dem Bus weiter ins Hotel, um im hoteleigenen Schwimmbad baden zu gehen oder auf der hoteleigenen Bowlingbahn zu bowlen. Unser Busfahrer fuhr mit dem Bus vom Hotel weiter in eine Werkstatt, da er meinte, dass die Klimaanlage unseres Busses kaputt sei. Tatsächlich war sie überlastet. Die Zoobesucher sind jedenfalls auf ihre Kosten gekommen, auch wenn die Zeit für den Zoobesuch zu gering war.

Am Abreisetag luden wir unsere Koffer ein, verließen Prag und fuhren nach Hause.

 

Uns hat die Klassenfahrt nach Prag sehr gut gefallen und wir sind froh, dass wir in Prag an allen Tagen gutes Wetter hatten.

 

 

(Text & Bilder: Lennard Menger, Klasse 10g)

Schwingbach macht sauber – Schule nimmt zum ersten Mal am "Sauberhaften Schulweg" teil

 

Dass kurz vor den großen Ferien in hessischen Schulen die Klassen- und Arbeitszimmer aufgeräumt werden, ist nichts Ungewöhnliches. Zum ersten Mal jedoch nahm jetzt die Gesamtschule Schwingbach auch an der Aktion "Sauberhafter Schulweg" der Hessischen Landesregierung teil. Seit über zehn Jahren schwärmen hessische Schülerinnen und Schüler am letzten Dienstag vor den verdienten Sommerferien aus, um am Schulort und in den umliegenden Herkunftsorten mal richtig sauberzumachen.

Mit Einmalhandschuhen, Greifern und blauen Säcken bewaffnet, begaben sich diesmal also auch Schwingbacher/innen der Jahrgänge 5 – 9 auf die Suche nach dem Müll in Rechtenbach, Hüttenberg, Reiskirchen, Volpertshausen und Weidenhausen. In kleinen Gruppen durchstreiften sie die einzelnen Ortsteile und ließen den gefundenen Unrat in den blauen Säcken verschwinden. Petrus sorgte mit gemäßigten Temperaturen für erträgliche Bedingungen und verordnete mit dem einen oder anderen kurzen Schauer manche willkommene Arbeitspause.

Die je nach Suchgebiet natürlich unterschiedlich prall gefüllten Säcke wurden dann zu vorher zwischen Schule und Gemeinde vereinbarten Sammelpunkten gebracht, wo sie gegen Mittag abgeholt wurden. Als Lohn blieb dann oft noch Zeit für einen Halt an der Eisdiele. Eine saubere Geschichte!

 

(Bericht & Fotos: Axel Cordes)

Girls-Day/ Boys Day am 27.04.2017 in Hüttenberg

Jugend-Berufsorientierung „Holzwerkstatt“

Schüler knüpfen erste Kontakte zur Arbeitswelt

 

Im Rahmen des jährlich stattfindenden „Boys/Girls Day“ hospitieren Schüler/innen in verschiedenen Berufs-und Tätigkeitsfeldern. Auch in diesem Jahr besuchten am 27. April wieder zwei Schüler die ehrenamtlich Tätigen in der Hüttenberger Seniorenwerkstatt, die über vielfältige und langjährige berufliche Erfahrungen verfügen. Die Jugendlichen lernten hierbei die Bearbeitung von Holz und den Umgang mit Nägeln und Schrauben kennen.

„Lernen in kleinen Schritten“ lautete das pädagogische Konzept  - ein einsatzbereiter Nistkasten war das handwerkliche Endprodukt.

Schon seit über zehn Jahren kooperiert die Hüttenberger Seniorenwerkstatt mit der Sozialarbeiterin an der Schwingbachschule, Frau Hartung-Beier von der Kreuznacher Diakonie. Die Zusammenarbeit war auch in diesem Jahr wieder ein Gewinn für alle Beteiligten. Erfreulicherweise brachten alle Jugendlichen, die sich zu der Aktion angemeldet hatten, die notwendigen Voraussetzungen für das Arbeiten in einer Werkstatt mit, nämlich Interesse, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit. Die Schulleitung der Gesamtschule Schwingbach und die Gemeinde Hüttenberg bedanken sich bei allen Beteiligten für diese schöne Aktion.

 

 

 

 

Ein stolzes Ergebnis, das sich sehen lassen kann!

 

(Text & Foto: Axel Cordes)

Für Toleranz und seelische Fitness: "Verrückt? Na und!" in der Fit-und-gesund-Woche

Für Toleranz und seelische Fitness: "Verrückt? Na und!" in der Fit-und-gesund-Woche

 

Den Blick für das Leben schärfen – das ja bekanntlich außerhalb der Schule weitergeht – konnten während der letzten Fit-und-gesund-Woche erneut die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der Schwingbachschule.

Jeweils eine Klasse konnte an einem Projekttag, der den gesamten Unterrichtsvormittag umfasste, etwas für ihre seelische Fitness tun, indem sie sich unter dem trotzig klingenden Titel "Verrückt? Na und!" mit ihren Vorstellungen von psychisch kranken Menschen, aber auch mit Themen wie Glück und Krisen beschäftigte. Die Veranstaltung der Diakonie Lahn-Dill (Stephanus Werk) wurde von Kerstin Hartung-Beier (Kreuznacher Diakonie, Sozialarbeit an Schule) an die Schwingbachschule geholt und organisiert.

Mut zu machen – für die eigene Lebensplanung, für die Begegnung mit psychisch Kranken und eigene seelische Probleme – war das Hauptanliegen des Veranstaltungstages, an dessen Ende den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern auch das Gespräch mit Betroffenen angeboten wurde. Neues Wissen anzuhäufen, stand nicht im Mittelpunkt. Stattdessen ging es darum, Toleranz, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse und die der Mitmenschen zu fördern.

Durchweg positive Rückmeldungen gab es sowohl von den durchführenden Teams als auch als auch von den Schülerinnen und Schülern, die sich auf bisher ungewohnte Weise mit dem Anderssein beschäftigt hatten.

 

(Text: Axel Cordes)