Pompeji-Gedichte

Im Anschluss an den Besuch im Pompeijanum und der Pompeij-Ausstellung sollten alle Latein-Kurse inspiriert von jenem tragischen Ereignis 79 v. Chr., als der Vesuv ausbrach, ein Gedicht schreiben. Das Thema des Gedichtes war frei wählbar, es sollte nur etwas mit Pompeji zu tun haben. Und das ist dabei raus gekommen:

Klasse 7

Pompeji

Eine Führung in Mannheim war unser Ziel,
von Pompeji und dem Vesuv wussten wir sehr viel.

Der Vulkan wirklich niemanden verschonte,
dies die Führerin betonte.

Die Zahl der Toten war sehr groß,
Kinder saßen ihren Müttern auf dem Schoß.

Manche flohen auf das Meer,
darauf erschütterte sie ein Erdbeben sehr.

Die, die sich hatten im Haus versteckt,
auch sie wurden sogar von Asche bedeckt.

Andere sind in den Straßen verschwunden,
2000 Jahre später erst gefunden.

Auf diese Führung in Mannheim war ich erpicht,
deshalb schrieb ich dieses Gedicht.

von Verena Repp

Klasse 9

Pompeji

Ein Tag wie immer,
So dachte man.
Doch es kam schlimmer,
Erfuhr man dann.

Niemand wusste warum
Und was passiert.
Die Angst war sehr groß,
Die Menschen ? wehrlos.

Gefangen
Todeswolken aus Staub
Sicherheit erlangen
Lebensraub

Es war kein Trick.
Gesehen haben wir sie
In ihrem Todesaugenblick.
Doch verstehen werden wir nie...

von Lena Beier

Pompeji

Es war im August 79 zur Mittagszeit,
Als sich plötzlich Angst machte breit.
Die Menschen stürmten aus ihrem Haus.
Alle wollten sie flieh`n,
Doch als der Vesuv brach aus,
Konnte sich keiner dem Schicksaal entzieh`n

Eine riesige Wolke kam auf sie zu
Und begrub viele Menschen im Nu
Riesige Steine kamen hernieder,
Zerschlugen die Häuser immer wieder.
Arme und Reiche wussten nicht, was zu machen,
Packten schnell ihre wertvollsten Sachen.

Asche regnete es nun auch.
Überall war tödlicher Rauch.
Die Mittagssonne war nicht zu seh`n.
Alle mussten im Dunklen geh`n
Sie flohen zum Meer.
Auf ein Schiff hofften sie sehr.

Es sollte bald kommen,
Hätte sie mitgenommen.
Doch nach Pompeji kam kein Boot,
Keiner half den Menschen in der Not.

Die Lava machte sich schnell breit.
Sie brachte unendlich großes Leid.
Denn alles starb, ob groß oder klein.
Musste das denn wirklich sein?
Zwei andern Städten erging es gleich,
auch dort starben sowohl arm als auch reich.

Pompeji wurde völlig zerstört.
Heute hat jeder dies Schicksaal gehört.

Schrecklich ist es gewesen,
Haben viele im Schulbuch gelesen.
Doch wissen sie nicht wie schrecklich es war,
Denn sie waren nicht selber da.

von Julia Seeburger

Pompeji

Ich wandle durch die leeren Gassen,
wo doch einst so viel geschah.
Und kann es gar nicht recht erfassen,
was noch vor dem Ereignis war. 

Jahre voller Freud´ und Leid,
Menschen, die da war´n wie wir
Eifersucht, Betrug und Neid,
doch auch Liebe galt schon hier. 

Manch Kranker starb dort auch an Fieber,
nebenan vom reichen Wirt.
Kinder singen fröhliche Lieder,
keineswegs durch mich beirrt. 

Plötzlich fängt es an zu beben,
das Geschehen nimmt seinen Lauf.
Auch ich renne um mein Leben,
doch wache ich nun wieder auf. 

von Janina Schimmel

Brodelnde Erde

Ein schöner tag
Ein sanfter Morgen
Und niemand ahnt
Was brodelt in der Erde tief verborgen 

Die Menschen, erfreut des Sonnenscheins,
Sie gehen spatzieren
Sie ahnen nicht
Was könne passieren

Doch dann geschieht
Was niemand ahnte
Die brodelnde Erde entfachte
Und riss alles nieder
egal ob es weinte oder lachte

von Sebastian Roy

Eine Erinnerung

Die Angst steht ihnen im Gesicht.
Der Natur haben sie das zu verdanken.
Kein Ausweg in Sicht.
Allein mit seinen Gedanken,
steht nun jeder da.
Die Gefahr so beängstigend nah.

Bedrohlich zitterte der Boden unter ihren Füßen.
Das Schreien der Menschen überall.
Für was müssen sie das alles büßen?
Als letztes ein riesiger Erdwall.
Ohne zu wissen was nun geschieht,
gibt es keinen der seinem Schicksal entflieht.

Ein trostloser Ort ist dort geblieben.
Die Zeit geht weiter Schritt für Schritt.
Menschen werden noch heute zu diesem Ort getrieben,
um zu wissen, was dort war und wer dort litt!

von Jenny Grandt

Klasse 10

Vor Eintausendneunhundertsechsundzwanzig Jahren...

Vor genau 1.926 Jahren,
als die Menschen in Pompeji ohne Furcht noch waren,
als das Mittelmeer zum Rom gehörte,
ein starkes Donnern die Ruhe störte...

Der Vesuv spie Lava in gigantischen Massen,
Historiker können dies heute noch nicht fassen,
und die Menschen, unerfahren, unbelehrt,
liefen in das offene Schwert.

Sie flohen, waren bleich vor Schreck,
suchten sich am Ufer ein kleines Versteck,
doch eine Lawine aus Asche und Staub,
hat den Menschen - nihilo minus - das Leben geraubt.

Herculaneum, Pompeji, nicht mehr zu sehen,
steigen nach 2000 Jahren aus dem Boden empor,
aber nicht jeder, der sein Leben dort verlor,
geht vergessen, denn das darf nicht geschehen.

Von Clemens Geis

Pompeji

Die Händler präsentierten ihre zahlreichen Waren,
das Volk glänzte durch Bildung und Kunst.
Heute will man diese Schätze ausgraben,
um zu erlangen eine große Gunst.

Doch dunkle Wolken bedrohten das Gebiet,
und es gab kaum jemanden, der noch stand hielt.
Es war der Vesuv, der seine Lava vergoss,
und so auch die Pracht Herculaneums ins Jenseits floss.

All das brachte Pompeji den Untergang.
Doch zum Glück hatte Plinius einen Stift zur Hand,
und ließ uns wissen von seinem großen Fang,
der um Tausende legte sein Todesband.

Von Jan-Niklas Mack

Pompeji ? Plötzlich

Der Handel blühte wie die schönste Blume.
Viele kamen zu Geld, zu Macht und Ruhme.
Im ganzen Reich gab es kaum eine Stadt,
die so viel Pracht und Glanz gehabt.

Doch plötzlich ? mitten im Leben
soll es wirklich nichts mehr weiter geben?
Angst, Schrecken, Lärm und Chaos überall ?
in jedem Haus, auf der Straße und im Stall.

In dieser florierenden Hafenstadt
Markus gerade das Geschäft seines Lebens gemacht hat.
Er freut sich mehr als eh und je.
Soll er wirklich nie wieder klagen ein Weh?

Doch. Plötzlich ? mitten im Leben
soll es wirklich nichts mehr weiter geben?
Angst, Schrecken, Lärm und Chaos überall ?
in jedem Haus, auf der Straße und im Stall.

Lucia und Julius stritten sich just.
Um zu verdrängen all ihren Frust,
liefen sie quer durch die Straßen,
als sie auf das Unheil trafen.

Plötzlich ? mitten im Leben
soll es wirklich nichts mehr weiter geben?
Angst, Schrecken, Lärm und Chaos überall ?
in jedem Haus, auf der Straße und im Stall.

Die ganze Familie hat sich versammelt
der Vater vor Freude nur noch stammelt.
Der Grund ist der schönste der Welt:
Viktoria erwartet zu gebären einen neuen Held.

Doch plötzlich ? mitten im Leben
soll es wirklich nichts mehr weiter geben?
Angst, Schrecken, Lärm und Chaos überall ?
in jedem Haus, auf der Straße und im Stall.

Vor Freude hüpft ihr kleines Herz
vergessen ist aller Erden Schmerz.
Julia dachte, dass sie nichts mehr wüsste
in dem wunderschönen Moment als Cassius sie das erste Mal küsste.

Doch plötzlich ? mitten im Leben
soll es wirklich nichts mehr weiter geben?
Angst, Schrecken, Lärm und Chaos überall ?
in jedem Haus, auf der Straße und im Stall.

In diesen paar Stunden
ist alles unter Asche und Glut verschwunden.
Gibt es etwas, was bleibt?
Etwas, was uns irgendetwas von der Stadt und ihren Menschen zeigt?

Von Mareike Helwig

Gedanken zu Pompeji

Jahre vergehen,
Katastrophen geschehen.
Leben wird zerstört,
Schreie erstickt, so dass sie keiner mehr hört.
Menschen leiden.
Menschen sterben.

Jahrzehnte vergehen,
Menschen erzählen,
von den Katastrophen die waren.
trauern um das was sie verloren haben.

Jahrhunderte vergehen.
Menschen weinen und trauern nicht,
Kein Mensch mehr zerbricht,
Denn sie haben vergessen was war geschehen.

Jahrtausende vergehen.
Menschen entdecken.
Menschen finden.
Menschen erklären.
Menschen stellen Fragen,
Über die Katastrophen die waren.
Sie fühlen mit, sind traurig,
Leiden aber nicht,
Denn sie kannten die Menschen von Pompeji ja nicht.

Geschehen, beweint, vergessen, entdeckt,

Das was wirklich geschah bleibt für immer verdeckt.

Von Marja Lisa Weber

Pompeji-Tag

Am 20.April 2005 um 8,
haben wir uns auf den Weg gemacht.
Sechzig Schüler, Frau Gretsch, Frau Kuchenbecker,
nicht mitspielte nur das Wetter.

Eine Ausstellung in Mannheim war unser erstes Ziel,
dort erfuhren wir sehr viel
über Pompejis letzten Tag,
wir sahen, wie damals die Welt über den Menschen zusammen brach.

Wegen des Vulkanausbruchs lag die ganze Stadt in Scherben,
außerdem mussten unvorstellbar viele Menschen sterben.
Unsere Führerin wusste sehr gut zu berichten,
wie die Flüssigkeit es schaffte, alles, wirklich alles zu vernichten.

Nach Aschaffenburg führte nun unsere Reise,
dort sahen wir auf interessante Weise,
ein Haus, wie die Pompejianer es besaßen,
so standen viele damals in deren Straßen.

Anschließend ging es wieder heim,
dieser Tag wird mir immer in Erinnerung sein.

Von Mirjam Ellet

Pompeji

Unser letzter Ausflug mit Latein,
die 10er Klasse ist sehr klein.

Doch trotzdem hat es Spaß gemacht,
wir haben unter Anderem gelacht.

Die Führung in Mannheim war interessant,
die Führerin sehr wortgewandt:

Der Vesuv brach aus in einer Nacht,
manche Menschen mit Schiffen fortgebracht.

Viele starben in ihrem Haus,
sie trauten sich allein nicht raus!

So ähnlich waren ihre Worte,
die Ausstellungsstücke von feinster Sorte.

Zur römischen Villa danach mit dem Bus,
Jan-Niklas sich dort umziehen muss.

Er hat sich verkleidet als römischer Mann,
Jannik ihm half so gut er es kann.

Die Wände bemalt so wunderbar,
ein Gruppenfoto zum Andenken da.

Alles in allem ein schöner Tag,
ich immer daran denken mag.

Von Anna Repp 

Pompeji

62 wird Pompeji von einem Erdbeben vernichtet,
der Zorn Gottes hatte sich gegen sie gerichtet.

17 Jahre danach,
gab es eine noch größere Schmach.

Das Leben in Pompeji erlischt an diesem einen Tag,
woran ich gar nicht denken mag.

Der Vesuvausbruch dauerte 4 tage lang,
aber innerhalb drei stunden, alle Menschen zum Tode zwang.

Menschen mussten Explosionen und Lavaflüsse miterleben
und verloren dadurch ihr ganzes Leben.

Nur Plinius haben wir es zu verdanken,
dass wir noch besitzen, diese wertvollen Gedanken.

Von Jannik Petry