Bach und Lachexkursion

Das war ja eine Bach- und Lachexkursion, so stellten alle Teilnehmer am Ende begeistert fest. Schon seit sechs Jahren organisieren Bürgermeister Dr. Manfred Schmidt und Frau Marita Döring in Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament Hüttenberg mit interessierten Schülern und Schülerinnen der Gesamtschule Schwingbach diese interessante Veranstaltung. Zum einen wurde die Wasserqualität von verschiedenen Bächen und Seen in Rechtenbach untersucht. Es ging darum, den PH-Wert, die Leitfähigkeit und die Temperatur der Gewässer zu vergleichen. Dabei stellte sich erfreulicherweise heraus, dass alle eine gesunde Lebensgrundlage für Tiere und Pflanzen bilden. Die Jugendlichen konnten danach unter dem Mikroskop und mit Lupen verschiedene Lebewesen wie Eintagsfliegen- und Köcherfliegenlarven, Wasserskorpione, Kaulquappen, Bachflohkrebse, Blutegel und vieles mehr beobachten und bestimmen. Zum anderen demonstrierte Frau Sylvie Drahorad vom Institut für Bodenkunde und Bodenerhaltung der Uni Giessen an verschiedenen Gesteins- und Erdproben deren Aufbau und Entstehung.Die Exkursion endete wie immer mit einem von Herrn Dr. Schmidt und Frau Repper vorbereiteten ausgiebigen Picknick bei herrlichstem Sonnenschein in Weidenhausen.
Alle waren sich einig: Es war eine gelungene Veranstaltung.

Marita Döring und Simon Niemöller

Schüler des WPU "Angewandte Naturwissenschaften" unternahmen eine Waldbegehung mit Förster Lutz Herbel

An einem Freitag im Mai trafen sich die Schüler des Wahlpflichtkurses mit dem zuständigen Revierförster im Rechtenbacher Wald. Ausgangspunkt war die „große Linde“.

An der ersten Station erläuterte Herr Herbel den Unterschied bezüglich unterschiedlicher Wurzelsysteme. Bei Flachwurzlern –  wie zum Beispiel der Fichte auf dem Bild – besteht das Risiko, bei Stürmen, wie wir ihn im Januar erlebt haben, zu entwurzeln. Tiefwurzler, wie beispielsweise Douglasie oder Eiche, erweisen sich bei Stürmen als weitaus stabiler.

Zur Aufforstung erklärte Herr Herbel, dass bei der Auswahl gepflanzter Bäume unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden müssen. Hier werden etwa veränderte Klimaverhältnisse berücksichtigt. Es werden vorwiegend solche Bäume gepflanzt, die auch längere Trockenperioden gut überstehen. Ein Zaun schützt die jungen Pflanzen gegen Wildverbiss.

Auch der Borkenkäfer als „schlimmster Feind des Baumes“ wurde thematisiert. Durch das Harzen umgestürzter oder erkrankter Nadelbäume werden die stecknadelkopfgroßen Tiere angelockt. Das Entrinden betroffener Bäume verhindert den Befall durch Borkenkäfer und somit eine größere Plage, die das biologische Gleichgewicht des Waldes gefährden könnte.

Kurz vor Ende der Waldbegehung freute sich ein Schüler, „Bärlauch“ gefunden zu haben. Der Förster warnte, Pflanzen wie die gefundene zu verspeisen. Eine Verwechslung mit Giftpflanzen ist bei dieser Spezies leicht möglich, zumal Bärlauch im Rechtenbacher Wald nicht vorkommt. Es handelte sich um Maiglöckchen, welches herzwirksame Giftstoffe enthält.